Ein grüner Backup-Status beweist noch keine Wiederherstellung
Ein Sicherungsauftrag kann erfolgreich gemeldet werden, obwohl wichtige Ordner fehlen, Zugangsdaten nicht verfügbar sind oder die Wiederherstellung nie getestet wurde. Entscheidend ist nicht nur, ob Daten kopiert werden, sondern ob sie in einem realistischen Notfall vollständig und rechtzeitig zurückgebracht werden können.
Sichern, überwachen, testen und dokumentieren
- wichtige Daten, Systeme und Konfigurationen erfassen
- lokale und externe Sicherungsziele sinnvoll kombinieren
- Backups verschlüsseln und Zugänge getrennt verwalten
- Sicherungsjobs überwachen und Fehler alarmieren
- regelmäßige Restore-Tests durchführen
- Verantwortlichkeiten und Wiederherstellungswege dokumentieren
Mehrere Kopien, unterschiedliche Systeme, ein anderer Standort
Die 3-2-1-Regel ist ein hilfreicher Ausgangspunkt: mehrere Datenkopien, unterschiedliche Speichersysteme und mindestens eine Kopie an einem anderen Standort. Die konkrete Lösung richtet sich nach Datenmenge, Änderungsrate, Risiko und der Zeit, die ein Betrieb ohne System auskommen kann.
Ein Offsite-Backup schützt nicht automatisch vor jedem Risiko. Zugangsschutz, Verschlüsselung, Löschschutz und Restore müssen ebenfalls geplant werden.
Nicht nur der zentrale Dateiordner zählt
- Server und virtuelle Maschinen
- Datenbanken und Fachanwendungen
- Benutzerdateien und gemeinsame Ablagen
- E-Mail- und Collaboration-Daten
- Firewall-, Switch- und Systemkonfigurationen
- wichtige Zertifikate und dokumentierte Wiederherstellungsinformationen
Wie viele Daten dürfen fehlen – und wie lange darf ein System ausfallen?
Diese zwei Fragen bestimmen Sicherungsintervall und Wiederherstellungsaufwand. Ein täglich veränderter Projektordner hat andere Anforderungen als ein System, das alle fünf Minuten neue Geschäftsdaten verarbeitet. Die Lösung wird nicht größer gebaut als notwendig, aber der betriebliche Schaden eines Ausfalls muss berücksichtigt werden.
So entsteht eine überprüfbare Backup-Lösung
- Systeme und Daten priorisieren
- vorhandene Sicherungen und Risiken prüfen
- Ziel, Rhythmus und Aufbewahrung festlegen
- lokale und externe Kopien einrichten
- Überwachung und Alarmierung konfigurieren
- Wiederherstellung testen und dokumentieren
Reicht ein NAS als Backup?
Ein NAS kann Teil der Lösung sein. Es ist jedoch kein unabhängiges Backup, wenn Produktion und Sicherung am selben Ort, mit denselben Zugangsdaten oder ohne Schutz vor versehentlicher Löschung betrieben werden.
Wie oft muss ein Restore getestet werden?
Das hängt von Bedeutung und Änderungshäufigkeit der Systeme ab. Kritische Wiederherstellungswege werden regelmäßig und nach wichtigen Änderungen erneut geprüft.