Mehr als Linux auf einzelnen Computern installieren
Ein Linux-Systemhaus betrachtet Arbeitsplätze, Benutzer, Server, Dateiablagen, Backup, Netzwerk, Sicherheit und Support gemeinsam. Ziel ist eine stabile und wartbare Umgebung – nicht der Austausch eines Betriebssystems als Selbstzweck.
Die richtige Antwort hängt von Ihrem Arbeitsalltag ab
Vor einer Empfehlung werden Browseranwendungen, Office-Dokumente, Makros, Drucker, Scanner, VPN, Telefonie, Fachsoftware und Spezialhardware geprüft. Anwendungen ohne unterstützte Linux-Version werden nicht einfach als kompatibel angenommen.
Vertraute Arbeitsplätze mit einer kontrollierbaren technischen Basis
- Ubuntu LTS als gut dokumentierbarer Unternehmensstandard
- Linux Mint für Mitarbeiter mit vertrauter Desktop-Struktur
- Debian für technische Arbeitsplätze und besonders stabile Serverumgebungen
- LibreOffice und browserbasierte Anwendungen nach Kompatibilitätstest
- zentrale Benutzer, Rechte, Updates und Softwareverteilung nach Bedarf
Stabile Serverdienste, passend zur Größe Ihres Unternehmens
Linux-Server können Dateiablagen, Benutzerverwaltung, Private Cloud, Monitoring, Backup, VPN und interne Dienste bereitstellen. Proxmox kann mehrere Systeme übersichtlich virtualisieren. Kubernetes oder verteiltes Storage werden nur eingesetzt, wenn ein realer Bedarf die zusätzliche Komplexität rechtfertigt.
Mehr Kontrolle – ohne neue unnötige Abhängigkeiten
Offene Standards, exportierbare Daten, dokumentierte Schnittstellen und unabhängige Backups erleichtern einen späteren Anbieterwechsel. Domains, Zertifikate und administrative Zugänge sollen für den Kunden nachvollziehbar bleiben.
Open Source ist kein Selbstzweck. Stabilität, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit, Support, Backup und langfristige Wartbarkeit entscheiden mit.
Notwendige Windows-Systeme dürfen bleiben
DATEV, CAD, ERP, Branchenanwendungen, SPS-Engineering oder spezielle Hardwaretools können Windows benötigen. In solchen Fällen kann Linux der Standard sein, während notwendige Windows-Systeme kontrolliert weiterbetrieben oder als klar abgegrenzte virtuelle Systeme eingebunden werden.
Sicherheit entsteht durch Betrieb – nicht durch den Namen des Systems
- zeitnahe Sicherheitsupdates
- verschlüsselte Laptops und Backups
- minimale Berechtigungen und getrennte Administratorkonten
- MFA, wo sie unterstützt wird
- Monitoring, Protokollierung und dokumentierte Wiederherstellung
- standardisierte und reproduzierbare Konfiguration
Bestehende Systeme bleiben aktiv, bis die neue Umgebung geprüft ist
- vollständiges IT-Inventar erstellen
- geschäftskritische Anwendungen identifizieren
- Backup und Rollback vorbereiten
- neue Basis parallel aufbauen
- ein bis drei Pilotanwender testen lassen
- Probleme beheben und schrittweise ausrollen
- Altsysteme erst nach Abnahme reduzieren
Von der Eignungsprüfung bis zum laufenden Betrieb
Berlin IT Network unterstützt bei Analyse, Pilot, Migration, Dokumentation und laufendem Betrieb. Dabei werden möglichst standardisierte Baselines verwendet, damit Updates, Support und Wiederherstellung nicht für jeden Arbeitsplatz neu erfunden werden.
Muss das gesamte Unternehmen auf Linux wechseln?
Nein. Ein gemischter Betrieb kann dauerhaft sinnvoll sein. Entscheidend ist, welche Plattform für die jeweilige Aufgabe zuverlässig und wirtschaftlich betreibbar ist.
Kann vorhandene Hardware weiterverwendet werden?
Wenn Treiber, Firmware, Leistung und Support passen, ist eine Weiterverwendung möglich. Kompatibilität wird vor einem Rollout praktisch getestet.